Der Brief ans Meer

Max’ Freund Danioth ist verschwunden. Es gibt Hinweise, daß er sich in einem kleinen Fischerdorf in der Bretagne aufgehalten hat. Durch seine Nachforschungen im Hafen, im Café du Port, gerät Max Weidenbaum mehr und mehr aus seiner eigenen Biographie hinaus. Ihr lineares Muster löst sich zu Fraktalen auf, die der Küstenlinie gleicht, an die es ihn verschlagen hat, in dem ihm letztlich nur der Brief des verschollen Freundes bleibt: Eine Enthüllung, die Max Weidenbaum in die gewohnte Biographie zurück fliehen lässt – auch wenn sie eine Lüge ist.

«In diesem zweiten Roman des Schriftstellers Christian Haller geht es somit reichlich verwickelt zu, und seine gedankliche Fracht entbehrt nicht ganz jener einst von Joyce monierten "big words which make us so unhappy". Doch was könnte man Rühmenderes von einem solchen Unternehmen berichten, als daß der Autor Tiefsinn nicht nur prätendiert, sondern fast durchwegs erzählerisch, ja beinahe spielerisch einlöst.»
Werner Morlang, Drehpunkte

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